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Ankauf von Designer Bekleidung

Fendi
Fendi ist ein besonders für seine Handtaschen und Lederwaren international bekanntes italienisches Modeunternehmen. Fendi startete 1925 als Geschäft für Pelze und Leder in Rom und ist heute eine weltweit bekannte Marke für Luxusgüter unter dem Dach des LVMH-Konzerns.
Geschichte
Die Geschichte des Modehauses begann 1918 mit der Eröffnung eines Geschäfts für Pelze und Lederwaren in der Via del Plebiscito in Rom durch Adele Casagrande (*1897, †1978). Nach der Heirat Casagrandes mit Edoardo Fendi (*1904, †1960) im Jahr 1925 trafen die Eheleute die Entscheidung, das Unternehmen in Fendi umzubenennen. Das Geschäft florierte und einige Jahre später, 1932, wurde ein neues Ladengeschäft in der Via Piave eröffnet. Das Ehepaar Fendi brachte fünf Töchter hervor, Paola (*1931), Anna (*1931), Franca (*1935), Carla (*1937) und Alda (*1940), die nach dem Zweiten Weltkrieg allesamt in den elterlichen Betrieb einstiegen. 1955 veranstaltete Fendi die erste Pelz- und Lederwaren-Modenschau. 1964 erbte jede der Fendi-Töchter 20% am elterlichen Unternehmen und sorgte fortan für einen eigenen Geschäftsbereich: Paola kümmerte sich um die Pelzkollektion, Anna um Lederwaren und Accessoires, Alda war für den Vertrieb zuständig, Franca für Werbung und die Kundenbeziehungen, und Carla Fendi koordinierte die Geschäftsführung.
Im Jahre 1965 verpflichteten die Fendi-Schwestern erstmals den deutschen Modeschöpfer Karl Lagerfeld als Designer, der zu der Zeit ein aufsteigender Stern am Pariser Modehimmel war und für Fendi das weltweit bekannte, umgekehrte FF-Logo (sog. Doppel-F-Symbol bzw. Zucca-Logo) kreierte. Das Logo entwickelte sich schnell zu einem internationalen Status-Symbol und findet sich auf einer Vielzahl von Fendi-Produkten wie Handtaschen, Brieftaschen und Reisegepäck, aber auch auf Kleidungsstücken. Lagerfeld ist bis heute bei Fendi als Modedesigner beschäftigt. Im Jahr 1969 präsentierte Fendi erstmals eine Pelz-Kollektion im Palazzo Pitti in Florenz. Diese Stücke der von Hand gearbeiteten 'Haute Fourrure' (dt. 'Gehobene Pelzmode", in Anlehnung an Haute Couture) waren allerdings so teuer, dass die Schwestern entschieden, im selben Jahr eine eigene Ready-to-wear-Kollektion für Pelzmode zu kreieren. 1977 wurde die Fendi-Damenmode lanciert, welche in Folge um Accessoires und Parfums ergänzt wurde. Ab 1990 bot Fendi auch Herrenmode an.
Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre geriet das Haus Fendi in eine Krise. Die Pelzkollektion entsprach nicht mehr der damaligen Political Correctness, das Image des Hauses wurde durch unzählige Fälschungen der Produkte stark beschädigt, die Umsätze brachen ein. In Folge wurde das Konfektionskleidungs-Segment ausgebaut. Die von Silvia Fendi (*4.8. 1960), Tochter von Anna Fendi, 1987 lancierte jugendliche Zweitkollektion Fendissime für Damen wurde erweitert, unter ihrer Führung die komplett handgefertigte Selleria (dt. Sattlerwaren) Lederwaren-Kollektion - ursprünglich von Adele Fendi lanciert und später vernachlässigt - wieder ins Leben gerufen. Die von Silvia 1999 entworfene Baguette-Handtasche wurde zum Synonym der Marke Fendi. Weitere Verkaufsschlager sind die von ihr designten Handtaschenmodelle Spy Bag (2005) B Fendi Bag (2006). Die Fendi Casa Heimartikel- und Möbelkollektion wurde 1989 erschaffen.
Im Jahr 1999 verkauften die Fendi-Schwestern 51% des Unternehmens für geschätzte 850 Millionen US-Dollar zu gleichen Teilen an den französischen Luxusgüterkonzern LVMH und das italienische Modeunternehmen Prada.[1] Ende 2001 übernahm LVMH den Anteil von Prada für 295 Mio. Euro und kaufte ab Mitte 2002 bis 2007 die verbleibenden Anteile von Fendi-Familienmitgliedern, zuletzt die von Carla Fendi.[2] Mit der Übernahme durch LVMH begannen umfangreiche Investitionen in das Unternehmen, vergebene Lizenzen wurden zurückgeholt, in London und Paris wurden als Aushängeschilder luxuriöse Fendi-Boutiquen eröffnet und die weltweite Expansion vorangetrieben.
2005 wurde der Palazzo Fendi (ehemals Palazzo Boncompagni) in Rom am Largo Goldoni eingeweiht, in dem die Firmen-Zentrale sowie der Fendi-Flagshipstore untergebracht sind. Ende 2007 zeigte Fendi, im Zuge der Expansion auf dem chinesischen Markt und als erstes Modeunternehmen überhaupt, auf der Chinesischen Mauer die Frühjahrs-Damenmodekollektion 2008 in einer Modenschau, die geschätzte 10 Mio. Dollar gekostet haben soll. 2008 wurde die Fendi-Boutique auf der Pariser Edel-Modemeile Avenue Montaigne eröffnet.
Der Chefdesigner der Fendi-Damenlinie ist bis heute Karl Lagerfeld. Silvia Fendi ist Co-Designerin der Damenlinie, seit 1994 Chefdesignerin für Accessoires und Lederwaren sowie seit 2004 Designerin der Fendi-Herrenkollektion. Der CEO und Geschäftsführer von Fendi ist seit 2004 der von Bernard Arnault eingesetzte Michael Burke.
Parfums
Fendi lancierte das erste Parfum, Fendi for Women, im Jahr 1985. Später kamen u.a. noch die Damenparfums Asja (1992), Fantasia (1996), Theorema (1998) und Celebration (2004), sowie die Herrenparfums Fendi Uomo (1988), Life Essence (1996) und Theorema Uomo (2001) hinzu. Nach der Übernahme durch LVMH wurden alle bis dahin von YSL Beauté produzierten Düfte vom Markt genommen. LVMH lancierte 2007 den Duft Fendi Palazzo, dessen Flasche die Fassade des Palazzo Fendi in Rom zierte, stoppte das Produkt allerdings 18 Monate später wegen unzufriedenstellender Verkaufszahlen. Derzeit gibt es kein aktuelles Parfum aus dem Hause Fendi.
Brillen, Uhren und Schreibgeräte
Die Brillen-Linie enthält Korrektur- und Sonnenbrillen. Fendi verkauft zudem seit den späten 1980ern über eine Lizenzfirma Uhren. Von 1989 bis 2000 verkaufte Fendi über eine Lizenzfirma exklusive Schreibgeräte. Dieser Vertrag wurde aber nicht verlängert.

 

 

 


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