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Ankauf von Designer Bekleidung

 

Escada
Escada ist eine Luxus-Modemarke für exklusive Damenoberbekleidung. Ihre Kollektionen enthalten Haute Couture sowie Prêt-à-porter, Accessoires, Taschen, Schuhe, Parfüms, Kinderbekleidung und Sportbekleidung.
Die Rechte an der Modemarke hat die gleichnamige Aktiengesellschaft Escada AG. Gegründet wurde das Modehaus von Margaretha (* 1933, † 4. Juni 1992) und Wolfgang Ley 1976 in München, der das Unternehmen nach dem Tod seiner Frau bis 2006 weiterführte.
Escada ist ein international tätiger Luxusmodekonzern, der Designer-Damenmode und Accessoires (Taschen, Schuhe, Kleinlederwaren) herstellt und verkauft. Als Lizenzprodukte werden Düfte, Brillen und Kindermode vertrieben.
Geschichte
Escada wurde 1976 von dem schwedischen Topmodel Margaretha und dem jungen Unternehmer Wolfgang Ley (* 1937) in München gegründet, benannt nach einem Rennpferd.[1] Während Margaretha Ley sich um die kreativen Arbeiten kümmerte, übernahm ihr Mann den finanziellen Teil und den Verkauf. Das Unternehmen ging auf Grund seines Erfolges 1986 an die Börse.
Wolfgang Ley führte das Unternehmen nach dem Tod seiner Frau 1992 allein weiter. Von den Banken dazu gedrängt, übernahm Ley ab 1989 Unternehmen wie Kemper, Schneberger und Blusen-Neumann. Durch Missmanagement der Konzernzentrale wurden diese einst blühenden Unternehmen schnell zu Sanierungsfällen. Mehrere Restrukturierungen und Designer folgten. Peter Zühlsdorff wurde 1998 Aufsichtsrat von Escada; er sollte Ley helfen und den Übergang in die Ära nach Ley gestalten.[1]
Die Firma HMD erwarb im Jahr 2003 für 45 Millionen Euro ein 27 %-Paket. Das Management der HMD sowie Zühlsdorff überzeugten Ley schließlich, dem Unternehmen nur noch als Creative Chairman und Berater zu dienen.[1]
Der Mitbegründer Wolfgang Ley trat am 31. Januar 2006 als Vorstandsvorsitzender zurück und übergab das Amt an seinen Nachfolger Frank Rheinboldt, der als eine der ersten Maßnahmen die Dividende strich. Im Mai darauf musste Rheinboldt das Unternehmen unter anderem auf Grund eines Konflikts mit Hauptaktionär Rustam Aksenenko, dessen Firma Finartis etwa 25 % der Aktienanteile an der Escada AG besitzt, verlassen. Sein Nachfolger wurde Jean-Marc Loubier, der vorher bei LVMH (Louis Vuitton) arbeitete.
Im Jahr 2007 erschien eine von dem Künstler Stefan Szczesny gestaltete Escada-Kollektion.
Am 20. Juni 2008 wurde bekannt, dass die Tchibo-Erben Michael und Wolfgang Herz rund zehn Prozent der Anteile von Escada gekauft hatten.[2] Daraufhin wurde der Vorstandsvorsitzende Jean-Marc Loubier durch Bruno Sälzer ersetzt, der zuvor bei Hugo Boss tätig gewesen war.
Krise und Insolvenz
Am 17. März 2009 gab Finanzvorstand Markus Schürholz bekannt, dass Escada einen Verlust von 70,3 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr angehäuft hatte.[3] Es bestehe ein Finanzierungsbedarf von derzeit 30 Millionen Euro, die durch eine Kapitalerhöhung aufgebracht werden sollen.
Am 11. August 2009 gab das Unternehmen bekannt, dass es noch in derselben Woche Insolvenz anmelden werde: Als Argument wurde genannt, dass nicht genügend Gläubiger einer insgesamt EUR 200 Mio. hohen Unternehmensanleihe bereit waren, auf 60 Prozent ihres Geldes zu verzichten (Angestrebt wurde ein sog. „Debt for Debt Swap“, also einen Anleihetausch, bei dem die Gläubiger für jew. 100 Euro alte Forderung neue Forderungen über insgesamt jew. 40 Euro erhalten sollten). Die Gläubiger sollten dadurch EUR 120 Mio. zur Sanierung beitragen - ohne an der Gesellschaft beteiligt zu werden. Naturgemäß lehnten rund 50% der Gläubiger, darunter insbesondere Pensionsfonds und Kleinanleger, dies ab. Die geplante Kapitalerhöhung von rund EUR 30 Mio. wurde daraufhin von den Eigentümern/Aktionären verweigert.[4]
Der Vorstand der ESCADA AG hat darauf hin - begründet mit drohender Zahlungsunfähigkeit - einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Mit Beschluss vom 13. August 2009 hat das Amtsgericht München als Insolvenzgericht die vorläufige Insolvenzverwaltung über Escada angeordnet (Geschäftsnummer: 1507 IN 2731/09). Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Dr. iur. Christian Gerloff (Kanzlei Dr. iur. Wolfgang Ott & Kollegen).
Mittlerweile verfügt das Unternehmen nach Pressemeldungen[5] wieder über genug liquide Mittel, um zumindest bis zum Ende des Jahres weiterzuarbeiten.
Das Amtsgericht München eröffnete das Insolvenzverfahren am 2. November 2009, nachdem Escada im August 2009 nach einem gescheiterten finanziellen Notplan ein Insolvenzantrag gestellt hatte. [6] Daraufhin wurde das Unternehmen von Megha Mittal, Schwiegertochter des indischen Stahlmagnaten Lakshmi Mittal, erworben

 


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